CorelDRAW Praxis – Fahrzeugdesign

Fahrzeugbeschriftung

CorelDRAW als Vektor-Bearbeitungswerkzeug eignet sich nicht nur hervorragend zur Erstellung von umfangreichen Projekten, sondern kann darüber hinaus dazu verwendet werden, bestimmte Spezialaufgaben wie zum Beispiel die Folierung von Fahrzeugen vorzubereiten. Das fiktive Unternehmen Botagazoo verfügt über eine Fahrzeugflotte mit unterschiedlichen Aufgaben, die mit Beschriftungen versehen werden sollen, deren Gestaltung du mit CorelDRAW vornehmen kannst.

Das fiktive Projekt beinhaltet Fahrzeuge der Klasse 14 Tonnen, …

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… 7,5 Tonnen, …

 

… SUV …

 

… und PKW-Kombi.

 

Die Blueprints dieser Fahrzeuge musst du dir normalerweise erst beschaffen. Dafür gibt es professionelle Unternehmen, die dir solche Fahrzeugumrisse als Vektordateien zur Verfügung stellen. Für unsere Zwecke und zum Üben reichen jedoch die allgemeinen Fahrzeugumrisse aus der Corel Clipart-Galerie aus. Sie sollen diese Fahrzeugklassen stellvertretend repräsentieren.

 

Die Besonderheit dieser Aufgabe liegt darin, dass dieses Unterfangen selten ohne maßstabsgetreue Abbildungen funktioniert. Die Fahrzeuge besitzen ein absolutes Maß, anhand dessen die Folierung später geplottet werden muss. Fügst du einem Template ein Design hinzu, muss dieses maßstabsgetreu vom Plotter aus der Folie herausgeschnitten werden. Die Fahrzeugdaten befinden sich im Fahrzeugschein des zu folierenden Fahrzeugs oder können beim Hersteller erfragt werden.

Mit diesen Daten kannst du nun die Templates bzw. Blueprints in einem Maßstab auf dein Arbeitsdokument bringen. Es empfiehlt sich dabei, diesen Maßstab im Dokument festzuhalten, damit die weiterverarbeitenden Unternehmen eine Größenangabe vorliegen haben.

Die so ausgewählten Fahrzeuge der unterschiedlichen Klassen kannst du in einem neuen Dokument auf unterschiedliche Registerblätter zusammenführen. Nun hast du alle relevanten Fahrzeugtypen in einem Dokument vorliegen und kannst dich an deren Bearbeitung machen.

Beginnen wir mit einem LKW der 7,5-Tonnen-Klasse. Die Seite des Transportfahrzeuges soll eine geschwungene Flächengrafik erhalten. Dazu legst du dir einfach mit dem Hilfsmittel Rechteck ein rechteckiges Objekt auf die Seite des Transporters.

 

Nachdem die großflächige Grafik aufgebracht wurde, kannst du diese beispielsweise verformen. Am besten konvertierst du das Rechteck zunächst in Kurven. Mit dem Hilfsmittel Form kannst du nun bei aktiviertem elastischen Modus eine schöne Wellenform durch Eindrücken oder Herausziehen der unteren Rechtecklinie herausformen. Die Schaltfläche für den elastischen Modus ähnelt der eines Gummibandes.

 

Ist das erste Objekt fertig ausgeformt, kannst du dieses einfach duplizieren und so skalieren, dass es etwas kleiner als das darunterliegende Original ist. Optional kannst du diese Form umfärben, damit sie sich vom Original abhebt.

 

Nachdem diese Formen dem Fahrzeugtyp entsprechend ausgestaltet wurden, kannst du sie kopieren und auf die Vorlage der gegenüberliegenden Fahrzeugseite verschieben. Da diese Seite spiegelverkehrt ist, bietet es sich an, auch diese Form zu spiegeln. Dazu findest du in der Eigenschaftsleiste eine Schaltfläche zum horizontalen Spiegeln des Objektes.

 

Im nächsten Schritt kommt das Logo zum Zuge. An dieser Stelle wird das Logo aus der Geschäftsausstattung verwendet, das uns bereits in vektorisierter Form vorliegt. Dieses wird nun auf die Fläche des Transporters aufgebracht und positioniert.

 

Damit auf beiden Fahrzeugseiten der Abstand von Logo zu Fahrzeugkante gewahrt wird, wird das Logo mithilfe eines Behelfsobjektes eingemessen. Dazu eignet sich ein einfaches Rechteck, das auf der einen Seite des Transportfahrzeuges eingemessen wird.

 

Aufgrund der Unregelmäßigkeit des Logos und der unterschiedlichen Fahrzeugpositionen ist das Ausrichten mithilfe der Eigenschaftsleiste und der Koordinatenangaben nur mit einem erheblichen Rechenaufwand möglich. Das Behelfsobjekt hingegen ist schnell aufgezogen, angepasst und dient uns als Schablone für die Abstandseinmessung auf der gegenüberliegenden Seite.

 

Das Logo kann jetzt daran ausgerichtet werden. Am besten ist es, wenn man sich dazu ein paar Fixpunkte zur besseren Orientierung ausdenkt. Das kann zum Beispiel die Oberkante des Behelfsobjektes sein, die wiederum die Oberkante des Schriftzuges darstellt. Der zweite Fixpunkt wäre dann möglicherweise die linke Objektseite, die als Begrenzung für das Logo gilt. Bis zu dieser Linie darf das Logo heranreichen.

 

Damit sind die Fahrzeugseiten abgeschlossen und du kannst dich der Fahrzeugfront oder dem Heck widmen. Beide Flächen sollen im gleichen Grünton erscheinen. Dazu markierst du einfach den entsprechenden Bereich. Es kann sein, dass du zunächst die Gruppierung lösen oder dich mithilfe der Alt-Taste zum richtigen Objekt durchklicken musst.

 

Damit das Fahrzeug von allen Seiten als Mitglied der Botagazoo-Fahrzeugflotte erkannt wird, soll sowohl hinten als auch vorn neben der markanten grünen Folierung ebenfalls das Logo aufgebracht werden. Vorn bietet es sich an, den Teil der Motorraumklappe zu nutzen.

 

Am Heck gibt es ebenfalls geeignete Plätze. Da jedoch das Logo an den Fahrzeugseiten bereits großflächig aufgebracht wurde, darf man hier etwas dezenter mit der Ausgestaltung umgehen. Da die Heckklappen in einem Grün gehalten wurden, wird das Logo in einer weißen Kontrastvariante berücksichtigt.

 

Mit dieser Art von Gestaltung können auch die anderen Fahrzeugklassen ausgeschmückt werden.

 

Du kannst dich beispielsweise dazu entscheiden, wie bei dem LKW, den anderen Fahrzeugklassen ebenfalls eine Teilfolierung zukommen zu lassen.

 

Für die Seitenpartie kommt auch ein Rechteck als Ausgangsobjekt zum Einsatz, das mit einer neuen Form versehen wird. Dazu markierst du zunächst das eingezeichnete Rechteck und neigst es, bis es eine entsprechende Lage erreicht hat, die für die Fahrzeugseite angedacht wurde.

 

Das Rechteck wird jetzt in Kurven konvertiert und mit dem Hilfsmittel Form so angepasst, dass es eine rundliche Form wie die Vorlage rechts annimmt.

 

Ist das Objekt fertig ausgeformt, wird es auf die Fahrzeugseite des SUV aufgebracht.

 

Eine weitere Kopie dieses Objektes wird weiter rechts verschoben und verkleinert.

 

Diese Form kann durch die Neigen-Funktion oder eine Skalierung in Größe und Position angepasst werden. Auch das Hilfsmittel Form eignet sich zum Verformen. Ziel soll es sein, den Türgriff als abschließende Kante zu erhalten.

 

Nachdem nun die Objekte positioniert wurden, müssen sie nach hinten gebracht werden, damit sie nicht die Scheiben und Griffe überdecken. Du kannst die Anordnung der Ebenen über den Objekt-Manager ändern oder einfach mithilfe der Tastenkombination Strg+Bild ab. Damit verschiebst du die Ebenen schrittweise nach hinten. Hältst du diese Tasten gedrückt, kannst du den Vorgang beschleunigen.

 

Mit diesen Techniken kannst du tolle Fahrzeugdesigns in CorelDRAW X6 entstehen lassen. Du kannst die gezeigten Techniken durchaus kombinieren und den Gegebenheiten anpassen.

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