CorelDRAW Praxis – Falzprospekt

Tutorials 30. März 2013 – 0 Kommentare

Faltprospekt

In CorelDRAW ist es sehr einfach, Faltprospekte zu erstellen. Du kannst die benötigte Dokumentengröße ganz einfach über den Dialog Datei>Neu angeben und das Dokument anlegen. In diesem Dialog ist es bereits möglich, die benötigte Seitenanzahl einzugeben. Bei einem Faltprospekt benötigst du zwei Seiten.

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Dazu stellst du am besten bei professionell zu druckenden Dokumenten auch gleich einen Randanschnitt ein. Das erledigst du am einfachsten über die Optionen>Seitengröße.

 

Nachdem die Arbeitsdatei, beispielsweise ein A4-Faltprospekt, angelegt wurde, solltest du nun einige Hilfslinien setzen, die Ränder und Faltlinien markieren. Sie dienen dir zur besseren Orientierung und helfen dabei, die Anordnung von Objekten zu vereinfachen.

 

Die Randhilfslinien setzt du am besten global, in der Masterebene. Somit erscheinen diese auf allen Seiten des Dokumentes. Gehe dazu im Andockfenster Objekt-Manager zur Masterebene, markiere die Hilfslinienebene, damit diese aktiviert wird. Nun kannst du die Hilfslinien manuell in das Dokument ziehen und mithilfe der Eigenschaftsleiste genau positionieren oder du benutzt das Dialogfeld Hilfslinien.


In diesem Dialogfeld kannst du alle benötigten Hilfslinien eintragen.

 

Falzlinien

Die benötigten Falzlinien variieren je nach zu erstellendem Prospekt. Es gibt verschiedene Falzarten, die eine unterschiedliche Einrichtung dieser Linien verlangen. Ob Leporello, Zickzack oder Wickelfalzung, das geeignetste Format erfragst du stets bei der Druckerei deines Vertauens. Sie können auch Angaben zur Dokumenteneinstellung geben, falls offene Fragen existieren.

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Falzen_%28Papiertechnik%29#Parallelfalze)

 

Stellvertretend für die vielen Möglichkeiten richtest du nun die Falzlinien für einen Leporello- oder Zickzackfalz, alternativ für den Wickelfalz (Abbildungen links) ein. Die Falzlinien unterscheiden sich bei diesen Dokumenten nicht. Die letzte einzuklappende Falzung stellt stets die kürzeste Seite dar.

Für das Anlegen der Hilfslinien zur Orientierung für die Falzung benutzt du am besten die Hilfslinienebenen der jeweiligen Seiten, da diese Hilfslinien sich auf beiden Seiten unterscheiden.

Für die erste Seite legst du zwei Hilfslinien an; die erste davon wird genau 100 mm vom rechten Rand bei einem Wert von 197 mm auf der X-Achse entfernt angelegt. Die zweite Hilfslinie wiederum 100 mm nach links bei einem Wert von 97 mm.

 

Sind beide Hilfslinien korrekt angelegt worden, stehen dir mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, diese gegen unbeabsichtigte Änderung zu schützen. Entweder sperrst du sie mithilfe des Kontextmenüs>Objekt sperren oder du sperrst die gesamte Hilfslinienebene im Objekt-Manager, indem du auf das Stiftsymbol klickst.


Das gleiche Prinzip wird auf der zweiten Seite eingesetzt, nur dass dort die anzulegenden Hilfslinien anders positioniert werden. Stelle dir einfach vor, du spiegelst das Arbeitsdokument. Dann werden die Abstände von links ausgehend mit 100 mm zur Mitte hin bei 200 mm und dem verbleibenden Rest auf der X-Achse definiert.

Hast du auch diese Linien erfolgreich angelegt, kannst du sie wiederum vor einer Veränderung schützen. Falls es erforderlich sein sollte, gesperrte Hilfslinien zu aktivieren, benutzt du einfach wieder das Kontextmenü und entsperrst dieses Objekt oder aktivierst das Stiftsymbol im Objekt-Manager.

 

Titelblatt mit Inhalt versehen

Ein Prospekt ist wie eine kleine Broschüre mit Text und Bildinhalten, die je nach Vorgabe oder Wunsch angelegt und formatiert werden. Diese Inhalte legst du wie gewohnt mithilfe der Bild- und Textwerkzeuge an. Zunächst kannst du nun die Mengentextrahmen auf den beiden Prospektseiten aufziehen. Dazu verwendest du das Mengentextwerkzeug und ziehst die Rahmen entlang der Hilfslinien auf.

 

Dies wiederholst du für die anderen Prospektbereiche. Alle Rahmen berühren sich jetzt. Das änderst du, indem du entweder die Positionierungswerkzeuge der Eigenschaftsleiste dazu verwendest, die Rahmen in der Breite zu verringern und zwischen diesen Rahmen einen Leerraum zu schaff, oder du kannst dir ein einfaches Hilfsmittel zunutze machen, diese Abstände zwischen den Textrahmen gleichmäßig festzulegen.

Ziehe dazu einfach mit dem Hilfsmittel Rechteck ein Rechteck auf und stelle dieses auf eine Breite von 10 mm ein. Nun positionierst du dieses Rechteck so, dass dessen Mittelpunkt genau die Hilfslinie der späteren Falzung schneidet.

 

Sind diese Hilfsrechtecke positioniert, kannst du die Textrahmen ganz einfach in der Breite so skalieren, dass sie die Seiten des Hilfsrechtecks berühren. Die Funktion Ausrichten an Objekten und Hilfslinien solltest du bereits aktiviert haben, damit diese Textrahmen auch an den Seiten einrasten.

So schaffst du einen gleichmäßigen Zwischenraum. Tipp: Deaktiviere die Kontur des Hilfsrechtecks und fülle es mit einer Kontrastfarbe. Zoome in das Dokument, um die Objekte exakt an den Hilfslinien auszurichten.

 

Alternativ kannst du diese Textrahmen auch einrichten, indem du in der Eigenschaftsleiste absolute Werte für die Position und Größe angibst. Dies hat den Vorteil, dass daraufhin alle Textrahmen exakt an den Positionen stehen, die du dafür vorgesehen hast.

 

Soll das Prospekt einen einheitlichen Hintergrund erhalten, bietet es sich an, diesen auf der Masterseite anzulegen. Dazu legst du auf der Masterseite eine neue Ebene an und platzierst darauf entweder ein Rechteck mit der gewünschten Farbe oder Farbverlauf, ein Bild (PowerClip) oder ein beliebiges Schmuckobjekt. Objekte, die nach dem Beschnitt bis zum Rand reichen sollen, werden von Anfang an bis an den Anschnitt herangeführt.

Das Ganze könnte dann so aussehen:

 

Dieser so eingerichtete Hintergrund wird nun auf beiden Prospektseiten hinter den Textrahmen und vollflächig abgebildet. Der Vorteil dieser Vorgehensweise besteht darin, dass du diesen Hintergrund lediglich auf der Masterseite ändern musst, um ihn für das gesamte Dokument zu ändern.

Du kannst weitere Effekte anwenden, um beispielsweise die Deckkraft dieser Hintergrundebenen abzusenken. Hier bietet sich das Hilfsmittel Transparenz an, mit dessen Hilfe du bestimmen kannst, wie stark dieser angelegte Verlauf in Erscheinung tritt. Bist du mit dem Ergebnis einverstanden, kannst du die Bearbeitung abschließen und die Ebene sperren.

Für das Beispielprospekt verzichten wir an dieser Stelle auf den farbigen Hintergrund und konzentrieren uns auf die Ausgestaltung der Inhalte. Damit das Prospekt etwas schwungvoller wirkt, soll eine geschwungene Form es aufwerten. Diese Form wird zunächst erstellt und dann platziert.

Auf einer neu angelegten Ebene platzierst du ein Rechteck über die gesamte Breite und füllst es mit einer Farbe. Achte bereits an dieser Stelle darauf, dass dieses Rechteck bis zur Beschnitt-Markierung heranreicht. Damit du diese Form bearbeiten kannst, konvertierst du sie zunächst in Kurven. Entweder über die Eigenschaftsleiste oder per Kontextmenü bei aktiviertem Rechteck.

 

Nachdem du das Objekt in Kurven konvertiert hast, konvertierst du nun auch die Knotenpunkte des Objektes in Kurven. Ziehe dazu einfach mit dem Hilfsmittel Form ein Auswahlrechteck auf, das die gesamte Form beinhaltet. Alle Knotenpunkte sind dann markiert. In der Eigenschaftsleiste befindet sich ein Symbol und im Kontextmenü der Eintrag In Kurve.

Klickst du diese an, werden alle Knoten zu Kurvenobjekten konvertiert und lassen sich komfortabel bearbeiten. Um eine geschwungene Form zu erstellen, verschiebst du einen Knotenpunkt und den dazugehörigen Anfasser. Wenn du jetzt den linken unteren Knotenpunkt markierst, wirst du feststellen, dass du einen spitzen Knoten vor dir hast. Du kannst das in der Eigenschaftsleiste überprüfen. Spitze Knoten werden immer dann eingesetzt, wenn Ecken entstehen.

Du kannst diesen Knoten ein Stück nach oben verschieben, damit die Welle dynamischer ins Bild läuft. Hältst du beim Verschieben die Shift-Taste gedrückt, kannst du den Knoten gerade nach oben verschieben.

 

Nun kannst du auch den Anfasser des Knotens, der nach rechts zeigt, verändern. Zieh diesen einfach ein Stück nach rechts und oben, um dem Bogen mehr Schwung zu verleihen.

 

Dupliziere das Objekt mithilfe der Tastenkombination Strg+C & Strg+V. Die beiden Objekte, Original und Kopie, liegen jetzt genau übereinander. Im Objekt-Manager sperrst du am besten das obere Kurvenobjekt, denn das darunterliegende Objekt soll jetzt weiter angepasst werden. Markiere das untere Kurvenobjekt entweder mit gedrückt gehaltener Strg-Taste oder im Objekt-Manager durch Auswahl der richtigen Ebene. Es empfiehlt sich, diesem Objekt eine andere Farbe zu geben. Klicke dazu einfach mit der linken Maustaste in der Farbpalette auf eine geeignete Farbe.

Ziehe dann die Knoten an der Unterseite des Objektes nach unten. Entweder skalierst du lediglich das Objekt nach unten mit dem Hilfsmittel Auswahl – was in diesem Fall angebracht wäre -, oder du verschiebst die einzelnen Knotenpunkte, indem du alle mit dem Hilfsmittel Form markierst und dann nach unten verschiebst.

 

Mit dem Hilfsmittel Form kannst du den Schwung der Linie beeinflussen und korrigieren, falls gewünscht.

Du kannst dieses Kurvenobjekt, nachdem du es zuvor entsperrt hast, kopieren. Markiere dazu im Objekt-Manager beide Objektebenen und wähle per Rechtsklick die Option Kopieren aus. Wechsle zur Seite 1 oder 2 – je nachdem, welche noch nicht über das Objekt verfügt – und drücke die Tastenkombination Strg+V für Einfügen. Das Objekt wird nun an dieselbe Position kopiert, eine zusätzliche Ausrichtung ist nicht nötig.

Beide Objekte solltest du dann auf diesen beiden Seiten sperren.

Das Titelblatt soll neben einer Beschriftung noch ein Bild und das Logo enthalten. Diese Elemente wirst du zum Prospekt hinzufügen. Das Titelbild hat einen großen Einfluss darauf, ob dieses Prospekt das Interesse der Empfänger weckt. Du benötigst für die Platzierung zunächst einen leeren Power Clip-Rahmen. Diesen legst du als normales Rechteck auf dem Titelblatt an. Im Kontextmenü wählst du bei Rahmentyp einen leeren PowerClip-Rahmen als Format aus.

 

Als Nächstes öffnest du die Medienverwaltung Corel CONNECT über das Menü Fenster>Andockfenster>CONNECT. Dieses Medienverwaltungscenter hilft dir bei der Organisation der Medien. Navigiere zum Speicherort des Titelbildes und ziehe es in den PowerClip-Rahmen.

 

Nach dem erfolgreichen Hinzufügen des Bildes kannst du CONNECT schließen und in CorelDRAW die Feinjustierung vornehmen. Über einen Rechtsklick auf den PowerClip-Rahmen kannst du die Option Inhalt bearbeiten auswählen. Dann kannst du das Bild bearbeiten, bis es deinem Wunsch entsprechend abgebildet wird.

Wenn du mit der Bearbeitung des PowerClip-Inhaltes fertig bist, kannst du diese mit einem Klick auf das kleine Symbol unterhalb des PowerClip-Rahmens beenden.

 

Mithilfe eines Rechtsklicks auf den PowerClip-Rahmen kannst du zudem auf Schnellkorrekturen zurückgreifen, die den Inhalt für dich in den jeweiligen Rahmen einpassen.

 

Jetzt soll diese Grafik möglicherweise gar nicht so weit vorn im Dokument stehen und überlagert die geschwungene Linie und den Mengentextrahmen. Deshalb kannst du diesen PowerClip in der Hierarchie der Ebenen nach hinten verschieben. Fasse einfach die Ebene im Objekt-Manager an und verschiebe diese nach unten im Stapel.

Bei dieser Gelegenheit fällt dir vielleicht auf, dass das Bild nicht im CMYK-Modus, sondern noch im RGB-Modus vorliegt. Das änderst du, indem du im Objekt-Manager einen Rechtsklick auf das Bild machst und im Menü den Eintrag Bitmap bearbeiten auswählst. Nun öffnet sich Corel PHOTO-PAINT X6, das Bildbearbeitungsprogramm der Corel DRAW Graphics Suite. Du navigierst nun am besten direkt zum Menüeintrag Bild>In CMYK-Farbe konvertieren und wandelst das Bild um. Jetzt kannst du das Bild speichern und PHOTO-PAINT schließen.

 

Jetzt fehlen noch weitere Angaben auf dem Titelblatt wie beispielsweise das Logo und/oder eine Bezeichnung, damit der Leser weiß, was er im Prospekt vorfindet. Du kannst jetzt das Logo des Unternehmens importieren und platzieren.

Da das Logo im selben Grünton gehalten ist wie die Bogengrafik im Kopf, wird dieses Logo zunächst schlicht in Weiß umgefärbt. Dazu kannst du bei aktivierter Gruppe einfach in der Farbpalette auf die Farbe Weiß klicken.

 

Am unteren Rand kannst du zudem noch einmal einen grünen Streifen anlegen, der später ca. 5 mm in das Dokument hineinragt. Dazu legst du einfach ein Rechteck von 8 mm Höhe über die gesamte Dokumentenbreite an und positionierst dieses bei einem Wert von -3,00 mm auf der X und Y Achse. Für diese Eingabe solltest du darauf achten, dass beim Objektursprung in der Eigenschaftsleiste die linke untere Ecke markiert ist.

 

Die Information für den Leser wird mittels eines Grafiktextes in den Bereich aufgebracht. Der Mengentextrahmen kann für das Deckblatt deaktiviert oder gelöscht werden. Hier wird ein “Wir stellen uns vor!” als Titel verwendet, den du möglichst zentriert auf dieser Seite anordnest.

Damit das gelingt, markierst du zunächst, wie breit die Seite nach dem Beschnitt ausfällt, damit die Schrift später nicht rechtslastig angeordnet wirkt. Dazu blendest du am besten vorübergehend die Hintergrundebene aus, damit du das Dokument und die Dokumentenränder vor dir siehst. Nimm wiederum ein Rechteck als Positionierungshilfsmittel und ziehe dieses vom Papierrand rechts (nicht vom Anschnittsrand) nach links zum ersten Falz.

 

Wenn du jetzt den Grafiktext mit dem Hilfsmittel Verschieben in Richtung Rechteck verschiebst, sollte das Objekt selbstständig am Mittelpunkt einrasten. Dort kannst du es loslassen und das Rechteck löschen. Alternativ könntest du das Objekt auch mit der Eigenschaftsleiste und den errechneten Positionsdaten positionieren.

 

Solltest du den Schriftzug nachträglich formatieren, so wird sich bei einer anderen Schriftart und Schriftgröße auch dessen Position verändern. Dann musst du diesen Titel neu an der Seite ausrichten.

Es kann sein, dass eine Umstrukturierung zu einem besseren Gesamterscheinungsbild führt. Im Beispielprospekt wurden Logo und Titel gegeneinander ausgetauscht. Das Logo erhielt seine ursprüngliche Grünfärbung und wurde dann im weißen Raum mittig platziert, der Text wurde in Weiß abgeändert und im Kopf der Seite abgelegt. Insgesamt ergibt dies ein harmonischeres Gesamtbild.

 

Inhalt einfügen

Damit das Prospekt aufgefüllt werden kann, benötigst du vorbereitete Texte, die auf diesen Seiten abgebildet werden sollen. Am besten ist es, wenn du dir für diese Aufgabe zunächst ein neues, leeres Dokument anlegst und diese Inhalte dort zusammenträgst.

 

Da ein Prospekt nur einen begrenzten Umfang zur Textaufnahme aufweist und nicht überladen wirken soll, ist es empfehlenswert, diese gesammelten Texte zu strukturieren und auf das Nötigste herunterzubrechen, damit die Leser die wesentlichen Informationen schnell erfassen können.

Im Prospekt darfst du gern übersichtliche Listen verwenden, um den Leser kurz und knapp mit Informationen zu versorgen.

Die Rückseite des Prospektes sollte wie schon das Titelblatt die wesentlichsten Informationen enthalten. Es bietet sich förmlich an, hier die Standortinformationen sowie Öffnungszeiten und Kontaktmöglichkeiten unterzubringen. Je nach Falzformat (Wickelfalz, Zickzackfalz) sind diese Informationen unterzubringen. Beim Wickelfalz würdest du diese Informationen links vom Titelblatt einfügen, beim Zickzackfalz hingegen kämen diese Inhalte in die rechte Spalte des zweiten Blattes.

Da die Erstellung eines Faltprospektes an dieser Stelle auf einfache Art und Weise erläutert wird, beschränkt sich das Beispiel auf das Prinzip des einfachen Wickelfalzes (siehe Falzarten links oben). Demnach kommen diese Informationen nun direkt links vom Titelblatt in die mittlere Spalte der Seite 1.

Nachdem der Bereich zur Unterbringung der Informationen identifiziert wurde, kannst du jetzt mit der Integration der Textinhalte beginnen.

 

Dieser Text wird zunächst ohne weitere Formatierung in diesen Bereich eingefügt. Einen Mengentextrahmen hast du bereits mit dem Einrichten der Musterseite eingerichtet, sodass du die Textkomponenten mittels Copy & Paste in diesen Bereich einfügen kannst. Zuvor solltest du jedoch die Textrahmen in ihrer Länge kürzen, da sie sich mit der Kopfgrafik der geschwungenen Linie überschneiden und der Text darunter zu sehen sein soll.

 

Ziehe den Textrahmen etwas unter die geschwungene Linie.

 

Hast du diesen Schritt erfolgreich absolviert, kannst du mit dem Einfügen der Textbausteine fortfahren. Nun folgt die eigentliche Formatierung des Textes. Dazu zählen die Textauszeichnung, Ausrichtung, Schriftart und Farbe. Du kannst zudem den Text am Basisliniengitter ausrichten, sodass die Textlinien auf allen Seiten deckungsgleich und die Zeilen nicht versetzt sind.

Für wiederkehrende Formatierungen empfiehlt es sich, die in CorelDRAW X6 eingeführten Textstile bzw. Objektstile zu verwenden. Du formatierst dazu einfach einen Textbereich deiner Wahl (beispielsweise eine Überschrift) und rufst das Kontextmenü auf. Im Kontextmenü gibt es einen Eintrag Neuer Stil, den du auswählen kannst. Hier bietet es sich an, die Option Zeichen zu verwenden. Im darauf folgenden Dialogfeld kannst du dem Stil einen Namen zuweisen.

 

Die neue Stilbezeichnung wird nun im Andockfenster Objektstile aufgeführt und kann für weitere Textbereiche verwendet werden. Dazu markierst du den zu formatierenden Text aus und aktivierst mittels Doppelklick auf der Stilbezeichnung den Stil für diese Textpassage.

 

Zusätzlich blendest du idealerweise das Basisliniengitter ein, um ein Gefühl für die Abstände des Textes zu erlangen. Das kannst du über die Optionen unter Gitter realisieren. Hier bietet es sich möglicherweise an, dieses Gitter an die zu verwendende Schriftart anzupassen. Ein Abstand von 13,6 Punkt ist bei der zu verwendenden Schriftart ein guter Wert.

 

Insgesamt werden vier Textstile eingerichtet. Die Titelbezeichnung des Abschnitts wird mit einem Textstil Titelbezeichnung angelegt und enthält die Voreinstellung für eine 14 Pt große Schrift Myriad Pro Light, halbfett und kursiv. Ebenfalls neu angelegt wurde die Titelbezeichnung der Untertitel 2. Ordnung. Sie enthält die gleiche Schriftart, allerdings 2 Punkt kleiner, damit man sie von der Titelbezeichnung besser unterscheiden kann.

Zur Auszeichnung des Mengentextes wurde ein dritter Stil angelegt, der Mengentext_Fett, der dazu verwendet wird, Hervorhebungen im Mengentext zu ermöglichen. Hier verwenden wir die Schriftgröße 10 Pt der Myriad Pro Light in einer fetten Formatierung. Diese Punktgröße ist absichtlich etwas kleiner gewählt worden, damit sie neben dem restlichen Mengentext nicht zu dominant wirkt.

Zu guter Letzt wurde noch der Stil der Standardobjekte Mengentext modifiziert. Hier muss kein neuer Stil angelegt, sondern lediglich der bestehende angepasst werden. Die Schrifteigenschaften werden bei zukünftigen Mengentexten automatisiert übernommen, wenn man diese als Standard einrichtet. Die Schriftgröße wird bei 11 Pt voreingestellt, der Schriftstil ist unverändert Normal, die Schriftfarbe ist ein 70-%-Schwarz.

 

Mit diesen Voreinstellungen kannst du jetzt auch die anderen Textrahmen bestücken und gleichmäßig formatieren. Du kannst die Position der Inhalte des Prospektes frei bestimmen – das hier gezeigte Beispiel verdeutlicht nur die Herangehensweise. In unserem Beispiel wurde die Philosophie des Unternehmens auf die linke Seite der Einschlagseite des Prospektes aufgenommen. Diese Seite wird beim Aufklappen des Prospektes dem Leser prominent präsentiert und dieser kann sich im vorliegenden Fall zunächst die positiven Aspekte des dargestellten Unternehmens durchlesen.

 

Innenteil

Im Innenteil dieses Printproduktes werden ein paar Auflistungen ihren Platz finden. Sie geben kurz und knapp den Serviceumfang wieder. Du nutzt die vorhandenen Mengentextrahmen für die Integration dieser Informationen. Die Formatierung gleicht dabei wieder jener, die wir schon auf der ersten Seite angewendet haben.

Nachdem diese Listen eingetragen wurden, kannst du dir nochmals einen Überblick verschaffen und die weitere Ausgestaltung mit Grafiken etc. vorbereiten.

 

Eventuell ergeben sich optische Löcher in der Gestaltung. Du kannst diese entweder durch Umstellung der Texte kompensieren oder beispielsweise Grafiken in das Dokument integrieren. Mit Corel CONNECT ist es besonders einfach, Grafiken zu suchen und diese im Dokument zu platzieren.

 

Importierst du Grafiken aus Corel CONNECT heraus, musst du noch auf einige Dinge achten. Du kannst diese Grafiken, Fotos oder Cliparts direkt aus CONNECT heraus in das aktive Dokument ziehen. Ein Doppelklick öffnet gegebenenfalls die Bildbearbeitung. Die importierten Grafiken entsprechen nicht in jedem Fall der Zielvorgabe – zum Beispiel dem CMYK-Modus. In diesem Fall müssen die Bilder erst in Corel PHOTO-PAINT X6 in das richtige Profil konvertiert werden.

Achte auch darauf, wie groß eine importierte Grafik ist. Im nächsten Beispielfoto wurde die Grafik nach dem Import einfach größer gezogen. Das funktioniert nur bedingt bei wenigen Prozent, jedoch nicht, wenn die Grafik künstlich auf die doppelte Größe oder mehr gestreckt wird. So leidet die Qualität beim Druckprozess und das fertige Ergebnis wird nicht gut aussehen.

 

Hier ist es besser, eine alternative Grafik zu verwenden. Im Andockfenster Objekteigenschaften kannst du zudem festlegen, wie sich die eingefügte Grafik verhalten soll. In den meisten Fällen ist es gewünscht, dass diese den Text dort verdrängt, wo sie eingefügt wurde. Wähle die passende Methode einfach aus dem Dialogfeld aus. Du kannst außerdem noch den Abstand näher bestimmen, der ausgehend von der eingefügten Grafik zum Text hin eingehalten werden soll.

 

Nachdem alle Bilder platziert wurden, könnte das Prospekt in etwa so aussehen:

 

Und als alternatives Beispiel:


Einige Grafiken wurden in der Ebenenstruktur nach hinten versetzt, damit sie nicht die Textebenen überlagern.

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