CorelDRAW Grundlagen – Objektstile und Textstile

Schrift- (Objekt)-Stile erstellen, verwalten, anwenden

In CorelDRAW stehen dir verschiedene Formatierungsoptionen für deine Texte und Objekte zur Verfügung. Neben den normalen Textoptionen für Schriftart, Schriftgröße und den optionalen Einstellmöglichkeiten für die Abstände der Buchstaben und Zeilen kannst du dich für die Farbgebung oder Konturierung der Schrift oder Objekte entscheiden und diese einstellen. Die Optionen hierfür sind vielfältig und variieren unter anderem je nach gewähltem Schrifttyp.

Du kannst beispielsweise beliebige Objekte anlegen und diese wie gewünscht formatieren.

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Über das Andockfenster Objektstile kannst du auf eine neue Funktion in CorelDRAW X6 zurückgreifen und eigene Stile für Texte und Objekte definieren. CorelDRAW bietet erweiterte Stilfunktionen, mit denen du Dokumenttext und Grafiken schnell, einfach und konsistent formatieren kannst. Du kannst beispielsweise unterschiedliche Objekte anlegen mit unterschiedlichen Formatierungen.

 

Du kannst ein Objekt vollständig als Stilvorlage speichern oder nur Teile davon. Das Kontextmenü beinhaltet dafür verschiedene Einträge.

 

Wenn du nur eine Teilformatierung deines Objektes übernehmen möchtest, kannst du diese über den Eintrag Neuer Stil aus>Umriss oder Füllung beispielsweise für zukünftige Arbeiten abspeichern. Dieser Eintrag eignet sich dazu, eine bestimmte Eigenschaft von Objekten als Stil festzulegen.

 

Damit du diesen Stil in der Liste der Stile wiederfindest, kannst du für ihn nun einen Namen vergeben.

 

Nach dem Speichern erscheint dieser Stil in der Stilpalette unter der vergebenen Bezeichnung.

 

Es ist auch möglich, diesen Schritt für die anderen Objekteigenschaften zum Beispiel der Füllung zu wiederholen und damit den Stil getrennt vom Umriss abzuspeichern. Damit ist diese Eigenschaft unabhängig von der Kontur.

 

Von Objekten, die umfangreicheren Formatierungen unterliegen, kannst du ebenfalls die Eigenschaften dauerhaft als Stil sichern.

 

Hier bietet es sich an, eine Stilgruppe, also eine Sammlung von Objekteigenschaften wie beispielsweise Füllung und Kontur, zu sichern. Du kannst für diesen Stil bzw. diese Gruppe wiederum einen Namen vergeben.

 

Wenn du nun zusätzliche Objekte in deinem Dokument anlegst, spielt es zunächst keine Rolle, wie diese formatiert wurden. Es kann ein einfaches schwarzes Objekt sein.

 

Dank der eingerichteten Stile kannst du dieses Objekt wiederum schnell umgestalten und zwar genau so wie bereits eines der vordefinierten Objekte. Es reicht aus, das Objekt zu markieren und einen Doppelklick auf den gewünschten Stil auszuführen. Das Objekt nimmt dann diese vordefinierten Eigenschaften an.

 

Du kannst neue Objekte erstellen oder vorhandene markieren, um sie umzugestalten. Wenn du mehrere Objekte markierst und einen Doppelklick auf einen vorhandenen Stil ausübst, werden die markierten Objekte die Eigenschaften der Stilvorgabe übernehmen.

 

Der große Vorteil von Stilen ist, dass du nicht mehr jedes Objekt einzeln umfärben musst, wenn sich beispielsweise neue Anforderungen ergeben. Änderst du eine Stileigenschaft, zum Beispiel die Umrissfarbe, werden die verknüpften Objekte diese Änderung mit übernehmen.

 

Das Gleiche passiert dann beispielsweise auch beim Ändern der Objektfüllung.

 

Bisher funktionierte das Kopieren von Objekteigenschaften etwas umständlich und galt immer nur für das ausgewählte bzw. das Zielobjekt. Mit den Stilen hat sich das nun deutlich vereinfacht. Du kannst auch Stile und Stilgruppen für Text erstellen.

 

Wenn du beispielsweise den Stil für ein Zeichen definieren möchtest, kannst du u. a. den Schrifttyp und -stil, die Schriftgröße, die Text- und die Hintergrundfarbe, die Zeichenposition und die Groß-/Kleinschreibung angeben.

 

Darüber hinaus kannst du den Standardtextstil ändern, sodass die gleichen Eigenschaften bei allen neuen Grafik- bzw. Mengentexten angewendet werden. So kannst du beispielsweise die Schriftart und -größe ändern oder den Text fett oder kursiv darstellen.

 

Manchmal ist es hingegen nötig, mehrere Stile für Dokumente anzulegen. Das ist immer dann der Fall, wenn es beispielsweise um Überschriften, Textauszeichnungen oder sonstige Besonderheiten geht, die sich vom normalen Text abheben sollen. Du kannst je nach Anwendungsfall mehrere Textstile erstellen. Das geht ganz einfach: Zunächst benötigst du ein Textdokument bzw. ein Dokument mit einem Mengentext. Im Andockfenster für die Objektstile kannst du zusätzliche Stile oder Stilgruppen definieren und speichern.

 

Ein Stil, der einen anderen Stil enthält, wird als übergeordneter Stil bezeichnet. Ein Stil, der in einem anderen Stil enthalten ist, ist ein untergeordneter Stil. Eigenschaften werden automatisch vom untergeordneten Stil übernommen (“geerbt”). Du kannst geerbte Eigenschaften jedoch für einen untergeordneten Stil auch außer Kraft setzen und eigene Eigenschaften festlegen.

 

Wenn du den übergeordneten Stil änderst, wird der untergeordnete Stil automatisch aktualisiert. Untergeordnete und übergeordnete Stile können in Dokumenten verwendet werden, in denen Objekte nur einige gemeinsame Attribute haben sollen und in denen du regelmäßig globale Änderungen vornehmen musst. Wenn du beispielsweise in einem langen Dokument arbeitest, in dem Überschriften und Unterüberschriften die gleiche Formatierung aufweisen sollen, kannst du einen übergeordneten Zeichenstil für die Überschriften und einen untergeordneten Zeichenstil für die Unterüberschriften erstellen.

 

Der übergeordnete und der untergeordnete Stil können die gleiche Farbe und die gleiche Schriftart, aber eine unterschiedliche Größe aufweisen. Wenn du eine andere Farbe oder Schriftart für den übergeordneten Stil wählst, werden sowohl die Überschriften als auch die Unterüberschriften automatisch aktualisiert. Die Unterüberschriften werden jedoch weiterhin kleiner dargestellt als die Überschriften. Änderst du beispielsweise die Schriftart, wird diese, falls sie auf die anderen Stile vererbt wurde, ebenfalls dort geändert.

 

Falls du Attribute speziell für den untergeordneten Stil festlegst, gelten die Attribute nicht mehr für den übergeordneten Stil. Wird der übergeordnete Stil geändert, werden die spezifischen Attribute des untergeordneten Stils nicht geändert. Die Beziehungen zwischen übergeordneten und untergeordneten Elementen gelten auch für Stilgruppen. Das kann immer der Fall sein, wenn beispielsweise alle Schriften die gleiche Schriftart besitzen, aber eine untergeordnete Schrift mit einer anderen Farbe versehen wurde.

 

Änderst du nun die Farbe des Elternelementes, bleibt die Farbgebung des Kindes davon unberührt.

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