CorelDRAW Grundlagen – Vektorisierung mit Corel PowerTRACE

Tutorials 14. Dezember 2012 – 1 Kommentar

Corel PowerTRACE

CorelDRAW hat ein sehr leistungsfähiges Zusatzprogramm an Bord, mit dessen Hilfe du importierte Bilder automatisiert vektorisieren lassen kannst. Importiere dazu einfach ein Bild deiner Wahl in CorelDRAW und rufe das Kontextmenü mittels eines Rechtsklicks auf.

Im Kontextmenü befinden sich einige Einträge, die zu Corel PowerTRACE, dem Vektorisierungstool von CorelDRAW, führen. Du kannst auswählen, ob du eine Blitzvektorisierung durchführen möchtest oder lieber eine Mittellinien- oder Umrissvektorisierung.

Bei der Blitzvektorisierung hast du jedoch keinerlei Möglichkeiten, das Ergebnis zu beeinflussen. Corel PowerTRACE errechnet die Vektoren prompt.

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Mitunter muss ein Bild jedoch zunächst von Corel PowerTRACE heruntergerechnet werden.

 

Die Qualität dieser Berechnung hängt stark vom Motiv ab. Ein anderes Motiv hätte hier vielleicht ein besseres Ergebnis gebracht.

 

Mittellinienvektorisierung

Bei der Mittellinienvektorisierungsmethode kommen ungefüllte geschlossene und offene Kurven (Linien) zum Einsatz; diese Methode ist besonders für die Vektorisierung von technischen Illustrationen, Karten, Strichzeichnungen und Signaturen geeignet. Diese Methode wird auch als Linienvektorisierung bezeichnet.

Bei diesem extremen Beispiel wurde ein sehr detailliertes Foto verwendet. Du kannst Corel PowerTRACE jedoch auch einfachere Grafiken vektorisieren lassen. Diese werden vom Programm sehr genau nachgezeichnet und ersparen dir so wertvolle Arbeitszeit.

 

Umrissvektorisierung

Bei der Umrissvektorisierungsmethode werden Kurvenobjekte ohne jegliche Umrisse eingesetzt; diese Methode wird auch als Füll- bzw. Konturvektorisierung bezeichnet.

Du kannst die Umrissvektorisierung dazu verwenden, Strichgrafiken, Logos, Cliparts und Fotos zu vektorisieren. Es stehen die Voreinstellungsstile Strichgrafik, Logo, detailliertes Logo, Clipart, Bild niedriger sowie hoher Qualität zur Verfügung.

 

Bei voreingestellten Stilen handelt es sich um Sammlungen von Einstellungen, die für den vektorisierten Bitmap-Typ (z.B. Strichgrafiken oder Fotos von hoher Qualität) geeignet sind. Jede Vektorisierungsmethode hat ganz eigene voreingestellte Stile.

Strichgrafik: zum Vektorisieren von Schwarz-Weiß-Skizzen und Bildern.

Logo: zum Vektorisieren von einfachen Logos mit wenigen Details und Farben.

Detailliertes Logo: zum Vektorisieren von Logos mit vielen Details und Farben.

Clipart: zum Vektorisieren fertiger Grafiken mit unterschiedlich vielen Details und Farben.

Bild niedriger Qualität: zum Vektorisieren von Fotos mit wenigen Details (bzw. mit Details, die du aber außer Acht lassen willst).

Bild hoher Qualität: zum Vektorisieren von Fotos mit hoher Qualität und sehr vielen Details.

 

Das Vektorisieren mit Corel PowerTRACE kann nicht unerhebliche Systemressourcen verschlingen, weshalb du bei der Wahl der Bilder und Detailstufe deine PC-Konfiguration und -Leistungsfähigkeit berücksichtigen solltest.

 

Die Vektorisierung von Fotos beansprucht beispielsweise deutlich mehr Zeit als einfache Grafiken. Du kannst eine Vorlage verwenden, die relativ einfach aufgebaut ist, und diese in kürzester Zeit von Corel PowerTRACE vektorisieren lassen.

 

In den Einstellungsdialogen kannst du nun verschiedene Eingaben bezüglich Detail, Glättung und Kantenglättung tätigen, die die Qualität des Vektorergebnisses beeinflussen.

 

Es ist darüber hinaus möglich, Farben zu definieren, die aus der Vorlage entfernt werden sollen.

 

Je umfangreicher die Vorlage und je höher die Feineinstellungen ausfallen, desto länger dauert eine solche Vektorisierung. Einfache Grafiken werden zügig abgearbeitet, wohingegen hochauflösende Fotos eine gewisse Bearbeitungszeit für sich beanspruchen.

 

Du kannst die Knoten glätten lassen, was die Anzahl der Knoten deutlich reduziert.

 

Du kannst zudem unter den Einstellungen Farbton wählen, in welchem Farbmodus die Vektorisierung durchgeführt werden soll. Es stehen die Einstellungen für CMYK, RGB, Graustufen, Schwarz-Weiß und die Farbbereiche der Dokumentenpalette zur Verfügung. Die Anzahl der verfügbaren Farben ist auf 255 begrenzt.

In dem Beispielbild ergibt es im Objekt-Manager eine Gruppe von 9966 Objekten.

 

Nach der Vektorisierung einer Vorlage legt CorelDRAW dieses Vektorobjekt über das Originalbild. Du kannst es einfach verschieben. Um es bearbeiten zu können, musst du noch die Gruppierung des Objektes mittels Rechtsklick-Gruppierung aufheben. Nun wird die gesamte Vektorisierung sichtbar.

 

Verstellst du über den Modus Ansicht die Vorschau auf Umriss, wird der Umfang der 9966 Objekte ersichtlich. Jedes dieser Einzelobjekte kann separat bearbeitet werden.

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